Einreise in die USA: Strenge Einreisebestimmungen lassen Fluglaune sinken

Foto: AP/PA

Nordamerika und speziell die USA waren bisher immer ein sehr beliebtes Reiseziel für Touristen. Eine Umfrage der Consensus Research Group, im Auftrag der U.S. Travel Association, hat allerdings ergeben, dass die strengen Einreisebestimmungen die Reise nach Amerika immer unattraktiver macht. So seien Europäer, Asiaten und Südamerikaner gleichermaßen unzufrieden über die Einreisesituation an amerikanischen Flughäfen.

Grund dafür sind die strengen und teilweise erniedrigenden Einreisekontrollen. Jeder Dritte der Befragten erklärt, diese Prozedur sei eines der schlimmsten Reise-Erfahrungen, die sie jemals gemacht haben. An einigen Flughäfen müsse man bis zu 3 Stunden bei der Passkontrolle warten.

Auch Anschlussflüge werden verpasst

Allerdings ist es nicht nur die Wartezeit bei der Pass- und Gepäckkontrolle, die die Reisenden verärgert. Denn jeder Siebte verpasst dadurch auch seinen Anschlussflug. Was natürlich weitere Wartezeit mit sich zieht.

Nach der Frage, ob sie in den nächsten 5 Jahren wieder in die USA reisen würden, antworteten 44% der Befragten (Geschäftsreisende) mit Nein. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass immer weniger Leute, die USA als Reiseziel ihren Freunden oder Bekannten empfehlen würden.

„Man wird behandelt wie ein Schwerverbrecher und muss teilweise Stunden warten. Ob man dadurch seinen Anschlussflug verpasst, interessiert niemanden und die amerikanischen Reisenden spazieren einfach so durch die Kontrollen“

… erklärt unsere Redakteurin Alina Upmeier, die sowohl geschäftlich als auch privat, regelmäßig in die Vereinigten Staaten reist.

Es drohen Millarden-Verluste

Roger Dow, President der U.S. Reisebehörde fürchtet Folgeschäden

Roger Dow, President der U.S. Reisebehörde fürchtet Folgeschäden

Diese Frustration lässt sich auch in Zahlen ausdrücken. Von Oktober 2011 bis Oktober 2012 reisten bereits 7% weniger Deutsche in die USA.

U.S. Travel President Roger Dow und Executive Vice President Geoff Freeman erzählten in einer Telefonkonferenz mit Journalisten am vergangenen Donnerstag, dass diese Situation sich millionenfach direkt und indirekt negative aus den Tourismus auswirkt. Sollten die Reisenden ausbleiben, dann drohen den USA Verluste von rund 95 Milliarden USD im Tourismusgeschäft. Ziel sei es nun, so Freeman, dass man es zumindest an den großen Flughäfen schafft, eine Einreisezeit unter 30 Minuten zu erreichen. Dafür seien allerdings 150 Miollionen USD und 1.000 neue Mitarbeiter nötig. Doch das ist schwierig, da derzeit Kürzungen bevorstehen. Dem Sparzwang sei Dank.

Für diese Studie wurden im vergangenen Jahr 1.200 Reisende aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Japan, China und Brasilien befragt, die in den letzten fünf Jahren entweder privat oder geschäftlich in die USA reisten.

Bessere Einreise gegen Geld?

Hilfe könnte das Global Entry Programm schaffen, welches in Zukunft auch für Deutsche gelten soll. Hier kann man sich für eine Gebühr von 100 US Dollar für fünf Jahre an einem Automaten einchecken.
Damit soll dann auch für Nicht-US-Bürger die Einreise schneller gehen und es könnte noch Geld in die klammen US-Kassen spülen.

Weitere Quellen:
Travel Weekly (Englisch)